Angewandte Ethik in der Hochschullehre: Philosophisches Theater als experimentelle Unterrichtsform

Jörg Zeller

Abstract


Der nachfolgende Artikel beruht auf einem Unterrichtsexperiment, das ich zusammen mit einer Kandidatin des Studiums in Angewandter Philosophie an der Universität Aalborg, Rikke Stehen Mapstone, die außerdem eine Ausbildung als Tänzerin besaß, mit den Erst- und Zweitsemesterstudenten in Angewandter Philosophie an der genannten Universität im Wintersemester 2011-12 und Sommersemester 2013 durchführte. Unsere Idee bestand, schlicht gesagt, darin, dass man Studenten nicht nur durch Zuhören und Lesen, sondern auch durch körperliche Aktivitäten beibringen konnte, worin Philosophieren besteht. Unser Unterricht verband Vorlesungspassagen mit Körperübungen. Das machten wir zunächst in Verbindung mit einer Vorlesung in Metaphysik und im darauffolgenden Semester in einem Ethikkurs. In letzterem versuchten wir das, worum es bei Ethik und ihrer Anwendung auf konkrete Problemstellungen geht, durch eine Unterrichtsform zu vermitteln, die wir Philosophisches Theater nannten. Der folgende Artikel will statt die hinter dem Philosophischen Theater stehenden Gedanken nur zu beschreiben, eine denkbare Anwendungsmöglichkeit auf das Problem, worin angewandte Ethik besteht, praktisch d.h. hier szenisch – soweit sich das schreibend machen lässt – vorführen.


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