Die Dekonstruktion des ethnologischen Blicks - Überlegungen zu einer Epistemologie ethnografischen Forschens

David Kergel

Abstract


Im Rahmen dieses Beitrags wird die Metapher des „ethnologischen Blicks“ einer kritischen Analyse unterzogen. Der ethnologische Blick lässt sich als symbolische Verdichtung einer epistemologischen Fundierung ethnografischen Forschens verstehen, das das ‚Fremde‘ in den Blick nimmt. Eine dekonstruktivistische Verortung des ethnologischen Blicks ermöglicht ein erkenntniskritisches, selbstreflexiv orientiertes Aufarbeiten ethnografischen Forschens. Dieses oszilliert zwischen situativer Eingebundenheit, reflexiver Aufarbeitung, Fremderfahrung und kritischer Selbstreflexion des ethnografisch Forschenden. Eine dekonstruktivistische Lesart des ethnologischen Blicks ermöglicht es zudem, die Medialisierungsprozesse ethnografischen Forschens zu thematisieren. So lässt sich der mediale Übergang von der Unmittelbarkeit ethnografischen Forschens (z.B. im Zuge der teilnehmenden Beobachtung) zu der (selbst-)reflexiven Aufarbeitung der dort erworbenen Erkenntnisse/Eindrücke analytisch und zugleich forschungspragmatisch aufarbeiten.

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