Prekäre Frauenerwerbstätigkeit im globalen Süden – Zur Übertragbarkeit der Prekarisierungsdebatte

Jule Elena Westerheide

Abstract


Eine Problematisierung der Erfahrung von prekärer Beschäftigung liegt nahe und ist in aller Munde: im Kontext des Abbaus von sogenannten Normalarbeitsverhältnissen ist sie verbunden mit reduzierter sozialer Teilhabe und -nahme, Existenzbedrohung sowie verringerter Selbst- und Mitbestimmung. Denn die konstante ökonomische und soziale Unsicherheit verwirkt nicht zuletzt eine autonome längerfristige Lebensplanung und die Einflussnahme auf die Ausgestaltung des Arbeitsverhältnisses und -prozesses (vgl. Candeias 2007; Hardering 2011).

In diesem Beitrag sollen nun erstens einige Grundannahmen und -erkenntnisse der westeuropäischen Prekarisierungsdebatte rekonstruiert werden, zweitens Übertragungsversuche auf außereuropäische Kontexte und auf die spezifische Rolle von prekärer Frauenerwerbsarbeit vorgestellt werden um diese drittens ins Verhältnis zu eigenen empirischen Forschungsergebnissen hinsichtlich prekärer Frauenerwerbstätigkeit im globalen Süden zu setzen. So soll problematisierend zur notwendigen Frage nach einer Übertragbarkeit der Prekarisierungsforschung beigesteuert werden. 


Keywords


Prekarisierung im globalen Süden, Inklusion, Frauenerwerbstätigkeit

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